Alle sind auf der Suche nach der besten Morgenroutine. Artikel über den perfekten Start in den Tag findest du wie Sand am Meer. Aber warum? Und welche Rituale solltest du befolgen? Ich verrate es dir – so halb zumindest.

Du hast noch keine tollen Morgenrituale? Wie kannst du nur!

Wenn ich das Netz nach interessanten Inhalten für meinen Newsletter durchsuche, stoße ich auch immer wieder über Beiträge, die dir zeigen wollen, wie du den idealen Start in den Tag hinbekommst.

Natürlich werden dafür Gewohnheiten von bekannten und erfolgreichen Menschen als Positivbeispiele erwähnt. Was sie machen, muss ja richtig und gut sein. Ist klar, oder?

Bevor du jetzt denkst, der Julian hat etwas gesoffen – nein, ganz so extrem negativ sehe ich das mit der Morgenroutine nicht. Aber kritisch darf ich sein, oder?

Wenn sich Freiheit in Zwang verwandelt

Das Problem bei den ganzen gepredigten Morgenritualen ist: Sie werden schnell zu einem Zwang, für den du selbst verantwortlich bist.

Es gibt sicherlich einige Dinge, die deinen Start in den Tag verbessern können. Dazu gleich mehr. Aber auch diese Dinge sollten in der Regel nicht zur Pflicht werden. Denn was streben wir Freelancer und Solopreneure an? Freiheit, genau!

Wenn wir uns die Freiheit durch unser Business erkämpfen, sollten wir sie nicht durch selbst auferlegte, strenge Regeln opfern.

Die perfekte Morgenroutine

Es gibt ja in der Tat nicht gerade wenige Sachen, die du morgens tun solltest. Noch besser: Fang abends schon damit an.

  • Leg dir am Abend vorher deine Klamotten raus
  • Besitze wenige und / oder sehr ähnliche Klamotten, damit du dich nicht ständig mit schwierigen Entscheidungen abquälen musst
  • Das gleiche gilt für Kaffeetassen und vieles mehr
  • Mach dir am Abend vorher einen Plan, was du morgen erledigen willst
  • Leg dir am Abend schon alles so zurecht, dass du am Morgen direkt loslegen kannst
  • Gehe früh genug schlafen, damit du etwa sieben Stunden Schlaf hast
  • Stelle dein Smartphone auf Flugmodus und kaufe dir verdammt nochmal einen alten Wecker, damit du dein Smartphone aus dem Schlafzimmer lassen kannst
  • Stehe früh auf, gerne schon um 05:00 Uhr
  • Strecke dich diagonal
  • Wache mit einem Lachen auf
  • Trinke nach dem Aufstehen erstmal Wasser, ganz viel Wasser. Am besten lauwarm, natürlich ohne Kohlensäure und mit einem Spritzer Zitrone
  • Bürste dich wach
  • Verzichte in den ersten zwei Stunden auf das Internet
  • Das heißt: Auch deine Mails bleiben da, wo sie sind
  • Schreibe in dieser Zeit so viel, wie du kannst
  • Schreibe außerdem drei Dinge auf, wofür du dankbar bist
  • Lese ein gutes Buch
  • Mache in dieser Zeit Sport
  • Mache in dieser Zeit Yoga bzw. Meditation
  • Duschen nicht vergessen
  • Nimm ein Müsli zu dir, am besten vegan und mit Goji-Beeren on top
  • Alternativ ist auch ein Butterkaffee in Ordnung – mehr aber nicht

Habe ich etwas vergessen? Bestimmt. Ach, und für fast alles gibt es natürlich auch eine App, klaro.

Morgenroutine: Tipps, keine Pflicht!

Nein, ich mache mich über die Morgenrituale, die überall nachzulesen sind und die ich oben mal aufgelistet habe, nicht lustig.

Aber es ist ja nicht so, dass die aufgezählten Rituale eine Sammlung aus hunderten Artikeln wäre. Nein, ein Großteil davon ist in jedem einzelnen Artikel zu finden. Und ganz ehrlich? Nein, das ist nicht mein Ding. Vielleicht ist es aber dein Ding, kein Problem.

Du wirst dich wundern, aber selbst ich bediene mich aus dem Morgenroutine-Repertoire. Allerdings mache ich nicht alles und schon gar nicht jeden Tag. Weißt du warum? Weil es mich stressen würde. Und Stress ist schließlich auch nicht gut – auch nicht für den Körper, der dadurch übersäuert.

Mein Tipp

Lass dich ruhig von Morgenroutine-Artikeln inspirieren. Bediene dich und wähle genau das aus, was dir sympathisch und für dich und deinen Körper sinnvoll erscheint.

Ein bisschen Selbstdisziplin kann natürlich auch nicht schaden. Ich versuche inzwischen zum Beispiel, unter der Woche früher aufzustehen, weil ich merke, dass ich in dieser Zeit besser arbeiten kann. Aber wenn ich mal bis spät in die Nacht hinein gearbeitet habe – und das kann ich auch sehr gut -, dann finde ich es richtig toll, auch mal ausschlafen zu können.

Auch die zwei Gläser Wasser am morgen habe ich mir als Ziel gesetzt. Aber ich begebe mich nicht auf die stille Treppe, wenn ich es mal vergessen habe 😉

Setze dich also nicht selbst unter Druck, aber denke trotzdem an dich und deinen Erfolg und daran, was es voranbringen würde. Wie immer gilt nämlich: Die Mischung macht’s. Das gilt auch im Falle der Morgenroutine.

Welche Morgenroutine hast du? Hast du überhaupt eine? Mich würde interessieren, wie du in den Tag startest und ob du dich treiben lässt oder bestimmte Rituale befolgst.

PS: Okay, das waren jetzt keine konkreten Tipps für dich und den leicht ironischen Unterton hast du hoffentlich auch erkannt 😉 Auch solche kleinen Meinungsartikel sollen hier ihren Platz finden. Übrigens biete ich einen solchen Platz auch dir an. Wenn du – thematisch passend – mal etwas loswerden willst, dann melde dich gerne bei mir!